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Bei Beesen unterhalb der Broihanschenke auf der alten HeerstraรŸe von Magdeburg nach Merseburg รผberspannt die 1733 errichtete, 20 Meter lange und 3 Meter breite, aus vier Bรถgen bestehende Schafbrรผcke die WeiรŸe Elster. Vorher gab es hier nur eine hรถlzerne Brรผcke, die hรถchstwahrscheinlich auch als Zollbrรผcke diente. Die jetzige Sandsteinbrรผcke wurde 1945 beim Anrรผcken amerikanischer Truppen gesprengt und 1946 wieder aufgebaut.

Der Heimatforscher Siegmar Baron von Gallรฉra schreibt in seinem Werk โ€žDie Sagen der Stadt Halle und des Saalkreisesโ€œ (1922):

โ€žAls man nรคmlich anfing, die Brรผcke zu bauen, fanden die Maurer an jedem Morgen zerstรถrt, was sie Tags zuvor gebaut hatten. Ein vorรผbergehender Mรถnch, dem sie ihr Leid klagten, sagte ihnen, die Wassergeister wรคren รผber den Bau erzรผrnt und wรผrden sich nur durch ein Bauopfer besรคnftigen lassen. Zugleich erbot er sich, ihnen ein Kind zu verschaffen, das sie lebend in die Brรผcke einmauern mรผssten. Da waren die Bauleute einverstanden.

Am nรคchsten Tage fuhr in einer Kutsche eine Nonne vor mit einem Kinde auf dem SchoรŸe. Nachdem sie sich von demselben verabschiedet und ihm eine Semmel in die Hand gegeben hatte, setzten es die Bauleute in eine schon vorbereitete Mauernische, die sie unter herzzerreiรŸendem Jammergeschrei des kleinen Wesens mit einer Steinplatte verschlossen. Seitdem ist die Brรผcke nicht wieder eingestรผrzt. Die unmenschliche Rabenmutter aber fand selbst nach ihrem Tode im Grabe keine Ruhe. In jeder Nacht kommt sie zur Geisterstunde zwischen 12 und 1 Uhr an die Zollbrรผcke und weint und klagt um ihr lebendig begrabenes Kind.โ€œ

๐Œ๐ž๐ก๐ซ ๐๐ž๐ฐ๐ฌ ๐š๐ฎ๐Ÿ news24aktuell.de

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