Bischofspalast und Klosterkultur – Neue Zeugnisse des 9. und 10. bis 16. Jahrhunderts vom Posaer Berg
𝐄𝐫𝐬𝐭𝐞 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞 𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐣ä𝐡𝐫𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐆𝐫𝐚𝐛𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐚𝐦𝐩𝐚𝐠𝐧𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐦 𝐏𝐨𝐬𝐚𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐠 𝐛𝐞𝐢 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳
Der Posaer Berg bei Zeitz ist ein Ort, an dem Geschichte nicht einfach in alten Urkunden steht, sondern buchstäblich unter den Füßen liegt. Seit Jahren arbeiten Archäologen, Studierende und ehrenamtliche Helfer auf dem markanten Bergsporn über der Elsteraue. Was dabei zum Vorschein kommt, verändert Schritt für Schritt das Bild von der frühen Geschichte der Stadt Zeitz. Lange Zeit war vor allem das im Jahr 1114 gegründete Benediktinerkloster Posa bekannt. Seine Geschichte schien vergleichsweise klar: Ein bedeutendes Kloster entstand auf dem Berg, wurde über Jahrhunderte genutzt und schließlich im 17. Jahrhundert abgebrochen. Doch die Grabungen, die seit 2017 kontinuierlich durchgeführt werden, haben gezeigt, dass diese Geschichte wesentlich früher beginnt.
Unter dem späteren Kloster liegen die Spuren einer großen Befestigungsanlage des 9. und 10. Jahrhunderts. Und darunter beziehungsweise daneben zeichnen sich inzwischen Strukturen ab, die den Posaer Berg als einen Ort von außergewöhnlicher politischer, kirchlicher und repräsentativer Bedeutung erscheinen lassen. Die archäologischen Untersuchungen haben den Blick damit weit über die Geschichte des Benediktinerklosters hinaus auf die Zeit der Ottonen gelenkt. Was heute auf den ersten Blick wie eine ruhige, teilweise bewaldete Landschaft oberhalb von Zeitz wirkt, war einst ein befestigter Platz. Der Bergsporn erhob sich strategisch günstig über der Elsteraue und bot dadurch hervorragende Voraussetzungen für eine Befestigung. Die inzwischen untersuchte Anlage umfasste mehr als acht Hektar und bestand aus einer Kernburg sowie einer östlich anschließenden Vorburg. Auch die natürlichen Steilhänge wurden in das Befestigungssystem einbezogen. Nach den heutigen Erkenntnissen reicht diese Anlage bis in das 9. Jahrhundert zurück. Damit bekommt der Posaer Berg eine ganz andere historische Dimension. Denn hier stand nicht irgendwann nur ein Kloster. Hier befand sich bereits Jahrhunderte zuvor ein befestigtes Zentrum.
𝐄𝐢𝐧 𝐎𝐫𝐭, 𝐚𝐧 𝐝𝐞𝐦 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳' 𝐧𝐞𝐮 𝐞𝐫𝐳ä𝐡𝐥𝐭
Besonders spannend ist dabei die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Posaer Berg und der Entstehung der Stadt Zeitz. Schon frühere archäologische Untersuchungen hatten darauf hingewiesen, dass der Berg für die Frühgeschichte der Stadt eine wesentlich größere Bedeutung gehabt haben könnte, als lange angenommen wurde. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie hatte bereits in früheren Kampagnen darauf hingewiesen, dass sich auf dem Berg im 9. und 10. Jahrhundert eine bedeutende Burg befand und dort möglicherweise bereits im 10. Jahrhundert eine Kirche errichtet wurde. Die Frage ist deshalb nicht nur, was hier einmal gestanden hat. Die viel größere Frage lautet: Welche Rolle spielte dieser Berg bei der Entstehung des mittelalterlichen Zeitz? Genau hier wird die Archäologie besonders wichtig. Schriftliche Quellen sind für diese frühe Zeit nur begrenzt vorhanden. Sie nennen Personen, Bistümer, politische Ereignisse und Orte, erzählen aber nur selten detailliert, wie ein Platz tatsächlich aussah, welche Gebäude dort standen und wie Menschen dort lebten.
𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐮𝐬𝐠𝐫𝐚𝐛𝐮𝐧𝐠 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐋ü𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭 𝐭𝐞𝐢𝐥𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞ß𝐞𝐧.
Eine Mauer, die heute nur noch als dunkle Verfärbung im Boden erscheint, kann für die Archäologen genauso aussagekräftig sein wie ein noch stehendes Gebäude. Eine sogenannte Ausbruchgrube zeigt, wo einst eine Mauer verlief. Wurde das Mauerwerk später vollständig herausgebrochen, bleibt im Boden ein Negativbefund zurück. In ihm finden sich häufig Mörtelreste, kleinere Steine und andere Überbleibsel des einstigen Bauwerks. Auf dem Posaer Berg sind solche Befunde inzwischen zu einem regelrechten archäologischen Grundriss der Vergangenheit geworden.
𝐃𝐢𝐞 𝐁𝐮𝐫𝐠 𝐝𝐞𝐬 𝟗. 𝐮𝐧𝐝 𝟏𝟎. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐬
Besonders wichtig sind die neuen Untersuchungen am südlichen Rand der spätkarolingisch-ottonischen Kernburg. In der Grabungskampagne 2026 konnte hier erstmals in größerem Umfang in die frühe Phase der Anlage vorgedrungen werden. Dabei kam unter anderem ein Mauerwinkel zum Vorschein, dessen Stärke ungefähr 1,7 Meter beträgt. Nach der gegenwärtigen Interpretation könnte dieser Befund zu einem Turm gehört haben, der mit einer Ringmauer verbunden war.
𝐈𝐦 𝐆𝐞𝐥ä𝐧𝐝𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐬𝐨𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫 𝐳𝐮𝐧ä𝐜𝐡𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭𝐚𝐤𝐮𝐥ä𝐫.
Kein gewaltiger Turm ragt mehr in den Himmel. Kein Torbogen steht aufrecht. Keine Mauer erzählt dem Besucher unmittelbar, was hier einst gewesen ist. Stattdessen erkennt der Archäologe eine Verfärbung im Boden, eine gerade Linie, eine Ecke, eine Ausbruchgrube. Doch genau diese Linien können die Grundzüge einer verschwundenen Befestigung rekonstruieren. Die Befunde weisen darauf hin, dass die Ringmauer die Kernburg ursprünglich nach Süden begrenzte. Nach einem Brandereignis im späten 10. Jahrhundert wurde diese Befestigung offenbar aufgegeben. Anschließend verlagerte sich die Bebauung weiter nach Süden. Damit änderte sich die Struktur des Platzes grundlegend. Im Mitschnitt der Führung wurde dabei auch die Möglichkeit diskutiert, ob sich die Zerstörung mit einem historischen Ereignis des 10. Jahrhunderts verbinden lässt. Eine solche Verbindung ist jedoch eine Forschungsfrage und keine abschließend bewiesene Gleichsetzung. Gerade hier zeigt sich, wie Archäologie und Schriftquellen miteinander verglichen werden: Der Boden liefert einen Befund – die schriftliche Überlieferung liefert einen möglichen historischen Rahmen. Und manchmal passen beide erstaunlich gut zusammen.
𝐀𝐥𝐬 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳 𝐳𝐮𝐦 𝐁𝐢𝐬𝐜𝐡𝐨𝐟𝐬𝐬𝐢𝐭𝐳 𝐰𝐮𝐫𝐝𝐞
Die entscheidende Veränderung des Posaer Berges erfolgte im 10. Jahrhundert. Im Zuge der Gründung des Erzbistums Magdeburg unter Kaiser Otto I. wurde 968 das Bistum Zeitz gegründet. Damit wurde Zeitz Teil eines großen politischen und kirchlichen Neuordnungsprozesses, mit dem das ottonische Reich seine Herrschaft und die kirchliche Organisation in den ostsächsischen und mitteldeutschen Gebieten festigte. Die archäologischen Untersuchungen auf dem Posaer Berg führen deshalb unmittelbar in die Zeit der Ottonen. Und sie liefern inzwischen ein Bauwerk, das für die Bedeutung des Ortes kaum eindrucksvoller sein könnte: den Bischofspalast.
Lange war nicht klar, wo sich der frühe Sitz des Zeitzer Bischofs genau befunden hatte. Die spätere Bischofsburg im Bereich der heutigen Stadt war bekannt. Doch für die ottonische Zeit fehlten dort entsprechende archäologische Zeugnisse. Auf dem Posaer Berg hingegen wurden die Spuren eines monumentalen Bauwerks entdeckt.
𝐄𝐢𝐧 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐬𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐧𝐠𝐞𝐰ö𝐡𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐦𝐚ß𝐞𝐧
Der Bischofspalast gehört zu den bedeutendsten Befunden der bisherigen Grabungen. Das Gebäude war etwa 18 Meter breit. Auf einer Länge von rund 30 Metern konnte es bisher untersucht werden – ohne dass damit seine gesamte Ausdehnung bekannt wäre. Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich um einen mehrgeschossigen, repräsentativen Bau gehandelt hat. Die Mauern sind gewaltig. An manchen Stellen erreichen sie mehr als anderthalb Meter Stärke. Für die Archäologen ist dabei nicht allein die Größe entscheidend. Bemerkenswert ist auch die Qualität des Mauerwerks. Die Steine sind sorgfältig gesetzt und vermitteln einen Eindruck von einem Bau, bei dem erheblicher Aufwand betrieben wurde. Ein solcher Bau passt nicht zu einem gewöhnlichen Wohngebäude. Er passt zu einem Ort, an dem Macht sichtbar gemacht werden sollte. Ein Bischofspalast war nicht einfach eine Unterkunft. Er war Bestandteil einer politischen und kirchlichen Herrschaftsstruktur. Hier konnte ein Bischof repräsentieren, Gäste empfangen und seine Stellung sichtbar machen. Und genau deshalb ist der Posaer Berg so wichtig. Denn der Palast zeigt, dass die Bedeutung des Ortes nicht nur aus späteren schriftlichen Überlieferungen erschlossen werden muss. Sie lässt sich im Boden erkennen.
𝐄𝐢𝐧 𝐅𝐮ß𝐛𝐨𝐝𝐞𝐧 𝐞𝐫𝐳ä𝐡𝐥𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐑𝐞𝐩𝐫ä𝐬𝐞𝐧𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧
Bei den diesjährigen Untersuchungen wurde unter anderem eine innere Unterteilung des Palastes festgestellt. Eine Nord-Süd verlaufende Mauer teilte das Untergeschoss in mehrere Bereiche. Besonders interessant ist ein erhaltener Fußboden. Unter dem eigentlichen Estrich lag eine sorgfältig hergestellte Packung aus kleinen Steinen. Eine solche Rollierung bildete die Grundlage für den darüberliegenden Bodenaufbau. Für den Laien mag ein solcher Befund zunächst unscheinbar wirken. Für den Archäologen ist er ein wichtiger Hinweis. Denn ein sorgfältig vorbereiteter Fußboden bedeutet Aufwand. Und dieser Aufwand passt wiederum zum Gesamtcharakter des Gebäudes. Möglicherweise lagen die eigentlichen repräsentativen Räume sogar in den oberen Geschossen. Das heute sichtbare Erdgeschoss beziehungsweise Untergeschoss ist damit vermutlich nur ein Teil dessen, was der mittelalterliche Besucher dieses Palastes wahrgenommen hätte. Man muss sich deshalb gedanklich aus dem heutigen Gelände lösen. Wo heute Gras wächst, standen Mauern. Wo heute Bäume stehen, verliefen Räume. Wo heute eine Grabungsfläche zu sehen ist, befand sich einst ein mehrgeschossiger Bau.
𝐆𝐥𝐚𝐬𝐟𝐞𝐧𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐨𝐭𝐭𝐨𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐬𝐭
Besonders bemerkenswert sind Funde von Glas. Aus dem Abbruchhorizont des Palastes stammen Glasscherben, darunter blau eingefärbtes Glas. Solche Funde sind deshalb interessant, weil verglaste Fenster im frühen Mittelalter keineswegs alltäglich waren. Sie gehören vielmehr zu besonders hochwertigen und repräsentativen Gebäuden. Ein Fenster aus Glas verändert dabei auch die Vorstellung von einem mittelalterlichen Palast. Das Gebäude war nicht einfach ein dunkler Steinbau. Durch farbiges Glas konnte Licht in den Raum gelangen und eine besondere Atmosphäre erzeugen. Gerade in repräsentativen Räumen konnte Licht selbst zum Bestandteil der Gestaltung werden. Damit wird der Posaer Berg nicht nur zu einem Ort politischer Macht, sondern auch zu einem Ort mittelalterlicher Bau- und Gestaltungskultur.
𝐎𝐭𝐭𝐨 𝐈𝐈𝐈. 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐠 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐆𝐧𝐞𝐬𝐞𝐧
Besonders faszinierend wird der Befund, wenn man ihn mit der Geschichte um das Jahr 1000 verbindet. In der Führung wurde an Otto III. erinnert, der im Jahr 1000 nach Gnesen reiste. Dort traf er mit dem polnischen Herrscher Bolesław Chrobry zusammen. Der Besuch war ein bedeutendes Ereignis der ottonischen Geschichte und stand im Zeichen der politischen und religiösen Neuordnung Mitteleuropas. Die Vorstellung, dass Otto III. auf seinem Weg nach Gnesen am Posaer Berg Station gemacht haben könnte, macht den Ort natürlich besonders spannend. Im Mitschnitt wurde dieser Zusammenhang ausdrücklich angesprochen. Die archäologischen Befunde machen dabei deutlich, dass eine solche Station zumindest in ein Umfeld passen würde, in dem sich ein bedeutendes befestigtes Zentrum und ein repräsentativer bischöflicher Bau befanden. Die konkrete historische Rekonstruktion muss jedoch sauber zwischen Überlieferung und archäologischer Interpretation unterscheiden. Sicher ist: Der Posaer Berg war um diese Zeit kein unbedeutender Platz.
𝐄𝐢𝐧 𝐏𝐚𝐥𝐚𝐬𝐭, 𝐝𝐞𝐫 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐅𝐥ä𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐥ä𝐮𝐟𝐭
Die bisherigen Grabungen haben den Bischofspalast noch längst nicht vollständig erfasst. Ein Teil des Gebäudes liegt nach den bisherigen Erkenntnissen unter späteren Flächen und reicht weiter nach Süden. Genau darin liegt eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Archäologen müssen sich Stück für Stück an den Grundriss herantasten. Eine Mauer hier, eine Ausbruchgrube dort, ein Fußboden, eine Ecke, eine Öffnung. Aus diesen einzelnen Befunden entsteht langsam das Bild eines Gebäudes, dessen vollständige Größe heute noch nicht bekannt ist. Gerade diese Unvollständigkeit macht die weitere Forschung so spannend. Denn jede neue Grabungsfläche kann die bisherige Rekonstruktion verändern.
𝐃𝐚𝐬 𝐁𝐞𝐧𝐞𝐝𝐢𝐤𝐭𝐢𝐧𝐞𝐫𝐤𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 – 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐠𝐫𝐨ß𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Der Bischofspalast ist jedoch nur eine der historischen Schichten des Posaer Berges. Nach der Verlegung des Bistumssitzes von Zeitz nach Naumburg im Jahr 1028 blieb der Platz weiterhin von Bedeutung. Im Jahr 1114 wurde auf dem Posaer Berg ein Benediktinerkloster gegründet. Die Mönche kamen aus Hirsau im heutigen Baden-Württemberg.
𝐃𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐛𝐞𝐠𝐚𝐧𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐧𝐞𝐮𝐞 𝐄𝐩𝐨𝐜𝐡𝐞.
Aus dem befestigten und bischöflich geprägten Machtzentrum wurde ein geistliches Zentrum. Über Jahrhunderte entstand hier eine umfangreiche Klosteranlage mit Kirche, Kreuzgang, Klausurgebäuden und weiteren Wirtschafts- und Funktionsbauten. Lange Zeit richtete sich die Forschung vor allem auf diesen bekannten Klosterbereich. Doch genau hier brachte die aktuelle Grabung eine überraschende Wendung.
𝐃𝐚𝐬 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐰𝐚𝐫 𝐠𝐫öß𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐠𝐞𝐝𝐚𝐜𝐡𝐭
Die Archäologen hatten ursprünglich angenommen, dass die südliche Grenze des Klosters erreicht sei. Ein Bereich schien durch eine Mauer abgeschlossen. Doch die vermeintliche Außenmauer erwies sich als Teil eines weiteren Gebäudekomplexes.
𝐃𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐛𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐬 𝐁𝐢𝐥𝐝.
Das Kloster endete nicht dort, wo man es bisher vermutet hatte. Stattdessen befand sich südlich der bekannten Klausur ein weiterer Hof, der von zusätzlichen Gebäuden eingefasst war. Die aktuelle Grabung hat damit gezeigt, dass die Klosteranlage wesentlich weiter nach Süden reichte. Die Überraschung ist umso größer, weil die heutige Topografie einen anderen Eindruck vermittelt. Durch den Abriss des Klosters und die anschließenden massiven Veränderungen des Geländes wurde die ursprüngliche Landschaft stark verändert. Große Mengen Abbruchmaterial wurden auf dem Gelände verteilt. Dadurch ist die mittelalterliche Geländesituation heute nur noch schwer zu erkennen. Was heute wie ein natürlicher Hang wirkt, kann deshalb durchaus das Ergebnis späterer Veränderungen sein.
𝐄𝐢𝐧 𝐆𝐞𝐛ä𝐮𝐝𝐞 𝐚𝐮𝐬 𝐫𝐨𝐦𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐙𝐞𝐢𝐭
Im südlichen Bereich wurde ein Gebäude entdeckt, dessen Mauerwerk in die romanische Zeit gehört. Besonders auffällig ist die sogenannte opus-spicatum-Technik, bei der die Steine fischgrätenartig angeordnet werden. Derartige Mauerstrukturen können wichtige Hinweise auf die Bauzeit liefern. Nach gegenwärtiger Einschätzung gehört das Gebäude in das 11. oder 12. Jahrhundert. Damit reicht die Geschichte des südlichen Klosterbereichs möglicherweise bis in eine Zeit zurück, in der die spätere Klosteranlage gerade erst entstand. Die Funktion des Gebäudes ist noch nicht endgültig geklärt. Eine Möglichkeit ist die Nutzung als Infirmerie, also als klösterliches Hospital.
𝐃𝐚𝐟ü𝐫 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐦𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫𝐞 𝐈𝐧𝐝𝐢𝐳𝐢𝐞𝐧.
Zum einen gab es eine Wasserversorgung. Zum anderen wurden Heizungsanlagen festgestellt. Und schließlich besitzt das Gebäude Merkmale, die auf eine hochwertige Nutzung schließen lassen.
𝐌𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐚𝐥𝐭𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐢𝐳𝐮𝐧𝐠 – 𝐟𝐚𝐬𝐭 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐧𝐭𝐢𝐤𝐞 𝐓𝐞𝐜𝐡𝐧𝐢𝐤
Besonders eindrucksvoll sind zwei Warmluftheizungen aus dem 14. Jahrhundert.
𝐃𝐚𝐬 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐳𝐢𝐩 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐮𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡.
In einer Brennkammer wurde Feuer entzündet. Darüber befand sich eine Steinpackung, die sich erwärmte. Die erwärmte Luft wurde anschließend über Kanäle in das Gebäude geleitet. Eine solche Anlage machte es möglich, Räume gezielt zu beheizen. Im Posaer Berg haben sich sogar unterschiedliche Entwicklungsstufen solcher Heizungen erhalten. Dadurch lässt sich die Funktionsweise besonders gut nachvollziehen. Die Anlagen sind mehr als technische Kuriositäten. Sie erzählen vom Alltag im Kloster. Sie zeigen, dass bestimmte Räume nicht nur einfach genutzt wurden, sondern einen Komfort besaßen, der für mittelalterliche Verhältnisse erheblichen Aufwand bedeutete. Wenn die Interpretation als Infirmerie zutrifft, wäre die Kombination aus Wasseranschluss und Heizung besonders plausibel. Kranke und pflegebedürftige Mönche benötigten Wasser. Ein beheizbarer Raum war gerade für Kranke und ältere Menschen von besonderer Bedeutung. Die archäologischen Befunde ergeben damit ein Bild, das weit über die Vorstellung eines einfachen mittelalterlichen Klosters hinausgeht.
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐖𝐚𝐬𝐬𝐞𝐫𝐥𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐬 𝐓𝐨𝐧
Einer der spektakulärsten Funde der aktuellen Kampagne ist allerdings viel kleiner. Es handelt sich um eine Wasserleitung. Nicht aus Holz. Nicht aus Metall. Sondern aus gebranntem Ton. Die Leitung konnte auf einer Länge von etwa fünf Metern untersucht werden. Die einzelnen Rohrstücke sind ungefähr 70 Zentimeter lang und besitzen einen Durchmesser von rund zwölf Zentimetern. Sie wurden auf der Töpferscheibe hergestellt und anschließend gebrannt. Für die damalige Zeit war eine solche Leitung keineswegs selbstverständlich. Die einzelnen Rohre mussten präzise gefertigt werden, damit sie ineinandergesteckt werden konnten. Die Übergänge wurden zusätzlich abgedichtet. Die Archäologen konnten feststellen, dass die Leitung offenbar später noch einmal umgebaut beziehungsweise umverlegt wurde. Damit erzählt das Rohrsystem nicht nur etwas über die technische Fähigkeit seiner Erbauer. Es erzählt auch etwas über die Infrastruktur des Klosters. Wasser musste zuverlässig dorthin gelangen, wo es gebraucht wurde. Die schriftliche Überlieferung belegt bereits im Jahr 1168 eine Wasserleitung, die Wasser über eine Entfernung von mehr als vier Kilometern heranführte. Die nun entdeckte Tonleitung gehört dagegen in das 14. Jahrhundert. Das Bild eines Klosters mit organisierter Wasserversorgung, beheizbaren Räumen und technisch aufwendig gefertigten Leitungen ist damit wesentlich konkreter geworden.
𝐖𝐚𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐛𝐟𝐚𝐥𝐥 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐫ä𝐭
Einer der faszinierenden Gedanken, die während der Führung angesprochen wurden, betrifft die besondere Stärke der Archäologie. Schriftliche Quellen erzählen uns, was Menschen über sich selbst schreiben wollten. Archäologische Befunde erzählen dagegen häufig etwas ganz anderes. Ein Gebäude kann in einer Urkunde bescheiden erscheinen und trotzdem eine aufwendige technische Ausstattung besitzen. Ein Mensch kann sich in einem Brief idealisiert darstellen, während sein tatsächlicher Alltag im Boden ganz andere Spuren hinterlässt. Archäologen finden deshalb auch das, was niemand bewusst überliefern wollte: weggeworfene Dinge, zerbrochene Gefäße, Baureste, verlorene Gegenstände und alltägliche Materialien. Gerade diese Dinge können helfen, schriftliche Überlieferungen zu überprüfen. Das gilt auch für das 10. Jahrhundert. Die großen mittelalterlichen Geschichtsschreiber wie Thietmar von Merseburg liefern wertvolle Informationen. Doch sie erzählen nicht jedes Detail eines Ortes. Die Archäologie kann hier ergänzen. Sie kann zeigen, wie groß ein Gebäude tatsächlich war. Sie kann erkennen, welche Materialien verwendet wurden. Sie kann feststellen, ob Menschen Zugang zu hochwertiger Technik hatten. Und sie kann manchmal sogar nachweisen, dass ein historischer Ort viel bedeutender war, als es die wenigen erhaltenen Texte vermuten lassen.
𝐊𝐞𝐫𝐚𝐦𝐢𝐤 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐎𝐭𝐭𝐨𝐧𝐞𝐧
Auf dem Posaer Berg finden die Archäologen große Mengen Keramik. Gerade für die Datierung der Befunde ist dieses Material von großer Bedeutung. Verzierungen, Herstellungsweise und Formen können bestimmten Zeiträumen zugeordnet werden. Wellenlinien, eingestochene Muster und andere Dekorationen geben Hinweise auf die Herstellung und Nutzung der Gefäße. Die aktuelle Grabung hat erneut zahlreiche Stücke aus dem 10. Jahrhundert geliefert. Einige wurden während der Präsentation der Öffentlichkeit gezeigt. Für Besucher mögen kleine Scherben zunächst unspektakulär erscheinen. Für die Archäologie sind sie dagegen Datenträger. Eine einzelne Scherbe kann helfen, eine Schicht zeitlich einzuordnen. Zusammen mit anderen Funden kann daraus schließlich ein immer genaueres Bild der Baugeschichte entstehen.
𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟𝐞𝐥 𝐮𝐧𝐝 𝐆𝐥𝐚𝐬
Unter den Funden befinden sich auch zwei sogenannte Schreibgriffel. Ihre Form erklärt ihre Funktion. Mit der Spitze wurde in eine Wachstafel geschrieben. Mit dem abgeflachten Ende konnte das Geschriebene wieder geglättet werden. Solche Funde sind besonders interessant, weil sie eine Welt sichtbar machen, in der Schrift nicht auf Papier oder Bildschirm entstand, sondern in einer Wachstafel. Sie führen unmittelbar in den Alltag einer gebildeten geistlichen Gesellschaft.
𝐀𝐮𝐜𝐡 𝐆𝐥𝐚𝐬𝐫𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐰𝐮𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐟𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧.
Einige Stücke sind ungewöhnlich stark und teilweise blau eingefärbt. Sie werden mit der Ausstattung des Palastes in Verbindung gebracht und liefern Hinweise darauf, dass dort zumindest in einer späteren Phase verglaste Fenster vorhanden waren. Das ist ein weiteres kleines Detail, das zusammen mit den großen Mauern das Bild des Palastes verändert.
𝐄𝐢𝐧 𝐒𝐭ü𝐜𝐤 𝐙𝐰𝐢𝐜𝐤𝐚𝐮𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐢𝐦 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐏𝐨𝐬𝐚
Nicht alle Funde gehören in das frühe Mittelalter. Ein besonders anschauliches Beispiel ist eine Tuchplombe aus dem 16. Jahrhundert. Sie weist auf Tuch aus Zwickau hin und diente als eine Art Gütesiegel. Solche kleinen Gegenstände sind wertvolle Zeugnisse wirtschaftlicher Beziehungen. Das Kloster war eben nicht nur ein abgeschlossener geistlicher Ort. Es war Teil eines weitreichenden Wirtschaftsraumes. Waren kamen von außerhalb. Produkte wurden gehandelt. Materialien wurden transportiert. Und all das hinterließ Spuren im Boden.
𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐙𝐢𝐞𝐠𝐞𝐥𝐟𝐫𝐢𝐞𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐖𝐞𝐢𝐧𝐫𝐚𝐧𝐤𝐞𝐧
Ein weiterer außergewöhnlicher Fund ist ein Stück eines romanischen Ziegelfrieses. Das Fragment zeigt ein Weinrankenmotiv und wird ungefähr in die Zeit zwischen 1150 und 1200 datiert. Für die Region ist ein solcher Fund besonders bemerkenswert. Denn Backstein setzte sich als Baumaterial in Mitteldeutschland erst allmählich durch. Das Fragment gehört damit in eine Phase, in der sich diese Bauweise gerade etablierte. Auch hier zeigt sich wieder die Qualität der ehemaligen Klosteranlage. Die Gebäude waren nicht nur funktional. Sie waren gestaltet. Sie besaßen architektonische Schmuckelemente.
𝐄𝐢𝐧 𝐒𝐭ü𝐜𝐤 𝐝𝐞𝐫 𝐇𝐢𝐫𝐬𝐜𝐡𝐚𝐮𝐞𝐫 𝐁𝐚𝐮𝐭𝐫𝐚𝐝𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧
Auch ein Fragment eines größeren architektonischen Bauteils gehört zu den bemerkenswerten Funden. Es besitzt einen Würfelfries und wird mit der sogenannten Hirschauer Bauschule in Verbindung gebracht. Das ist besonders interessant, weil das Kloster Posa im Jahr 1114 mit Benediktinermönchen aus Hirsau besetzt wurde. Damit lässt sich architektonisch ein Zusammenhang herstellen, der auch zur schriftlich überlieferten Gründungsgeschichte passt. Das kleine Fragment ist vermutlich nur ein Bruchstück eines ursprünglich wesentlich größeren Bauteils. Besonders faszinierend sind die noch vorhandenen Farbreste. Gold. Rot. Dunklere Bereiche. Was heute nur noch als winzige Spur auf einem Stein erhalten ist, war einst Bestandteil einer farbig gestalteten Architektur. Die mittelalterliche Welt war keineswegs so farblos, wie sie uns heute aus vielen Ruinen erscheint.
𝐃𝐞𝐫 𝐳𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐊𝐥𝐨𝐬𝐭𝐞𝐫𝐡𝐨𝐟
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der diesjährigen Grabung betrifft deshalb vielleicht gar nicht einen einzelnen Fund. Es ist die Veränderung des gesamten Grundrisses. Die Archäologen können inzwischen nachweisen, dass südlich der bislang bekannten Klausur ein weiterer Hof lag. Er war von Gebäuden eingefasst. Damit vergrößert sich das bekannte Klosterareal erheblich. Ein Teil dieses Bereichs besaß sogar eine gepflasterte Oberfläche, die in das 16. Jahrhundert datiert wird. Die Vorstellung vom Kloster verändert sich dadurch erneut. Aus dem bekannten Kreuzgang mit seinen Klausurgebäuden wird langsam ein viel komplexerer Gebäudekomplex. Und genau solche Erkenntnisse sind für die spätere Rekonstruktion entscheidend.
𝐃𝐞𝐫 𝐠𝐫𝐨ß𝐞 𝐀𝐛𝐛𝐫𝐮𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐬 𝟏𝟕. 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐬
Vom ehemaligen Kloster ist heute nur wenig oberirdisch erhalten. Das hängt wesentlich mit seinem Abbruch im 17. Jahrhundert zusammen. Die Gebäude wurden teilweise niedergelegt und das brauchbare Steinmaterial weiterverwendet. Besonders im Zusammenhang mit dem Bau der Zeitzer Moritzburg wurde Baumaterial gewonnen. Was nicht mehr verwendet werden konnte, blieb als Bauschutt zurück. Diese Schuttmassen sind für die heutigen Archäologen Fluch und Segen zugleich. Sie erschweren die Grabung, weil teilweise mehrere Meter Material entfernt werden müssen. Gleichzeitig konservieren sie aber die Spuren dessen, was einst darüber lag. Der Posaer Berg ist dadurch zu einer Art archäologischem Archiv geworden.
𝐃𝐞𝐫 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝟏𝟔𝟓𝟕/𝟏𝟔𝟓𝟗
Ein wichtiger Schlüssel für die Erforschung des Klosters ist ein historischer Plan aus dem 17. Jahrhundert. Er zeigt die Klosterkirche, den Kreuzgang und die umliegenden Gebäude. Die Grabungen konnten inzwischen zahlreiche Bereiche dieses Plans archäologisch überprüfen.
𝐓𝐞𝐢𝐥𝐞 𝐝𝐞𝐬 𝐎𝐬𝐭𝐟𝐥ü𝐠𝐞𝐥𝐬 𝐰𝐮𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐟𝐫𝐞𝐢𝐠𝐞𝐥𝐞𝐠𝐭.
Bereiche des Kreuzgangs wurden untersucht. Weitere Bauteile konnten identifiziert werden. Dabei zeigt sich, dass der alte Plan tatsächlich einen hohen Wert besitzt, zugleich aber nicht einfach als maßgenaue moderne Bauaufnahme verstanden werden darf. Die Zeichnung dürfte einerseits den damaligen Bestand wiedergeben, andererseits können darin auch planerische Vorstellungen enthalten sein. Gerade die neuen Grabungen zeigen, dass der historische Plan nicht das Ende der Forschung darstellt. Er ist vielmehr ein Ausgangspunkt.
𝐄𝐢𝐧 𝐁𝐞𝐫𝐠 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞
Wenn man die bisherigen Ergebnisse zusammen betrachtet, erscheint der Posaer Berg fast wie ein Querschnitt durch die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters in Mitteldeutschland.
■ Da ist die Befestigung des 9. Jahrhunderts.
■ Da sind die Veränderungen des 10. Jahrhunderts.
■ Da ist der Aufstieg Zeitz' zum Bischofssitz.
■ Da ist der monumentale Palast.
■ Da ist die spätere Verlagerung des Bistumssitzes nach Naumburg.
■ Da ist die Gründung des Benediktinerklosters im Jahr 1114.
■ Da sind die romanischen Bauten.
■ Da sind die gotischen Umbauten.
Die technische Infrastruktur des 14. Jahrhunderts.
Die wirtschaftlichen Beziehungen des späten Mittelalters. Und schließlich der Abbruch des Klosters im 17. Jahrhundert. Jede dieser Epochen hat Spuren hinterlassen. Keine liegt vollständig offen. Aber gemeinsam ergeben sie ein außergewöhnlich dichtes historisches Bild.
𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳 𝐢𝐦 𝐆𝐫𝐞𝐧𝐳𝐫𝐚𝐮𝐦 𝐝𝐞𝐬 𝐨𝐭𝐭𝐨𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐬
Die Bedeutung des Posaer Berges lässt sich allerdings nicht allein aus seinen Gebäuden erklären. Zeitz lag in einem Raum, in dem unterschiedliche politische, kulturelle und religiöse Einflüsse aufeinandertrafen. Die mittelalterliche Grenze war keine moderne Staatsgrenze, die sich als gerade Linie auf einer Karte einzeichnen lässt. Sie war ein Raum ständiger Veränderungen. Herrschaft wurde ausgedehnt. Gebiete wurden christianisiert. Bistümer wurden gegründet. Kirchliche Strukturen entstanden. Abgaben und Zehntorganisation wurden aufgebaut. Siedlungen veränderten sich. In diesem Zusammenhang standen auch die Bistümer Zeitz, Merseburg und Meißen. Die Christianisierung war dabei nicht nur eine religiöse Angelegenheit. Sie bedeutete zugleich eine neue administrative Ordnung. Kirchen, Bistümer und Pfarrorganisationen wurden zu Bestandteilen einer sich verändernden Herrschaftsstruktur.
𝐃𝐞𝐫 𝐏𝐨𝐬𝐚𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐠 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭 𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐡𝐢𝐬𝐭𝐨𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐏𝐫𝐨𝐳𝐞𝐬𝐬.
Ein Ort zwischen Slawen und ottonischer Herrschaft In den Quellen der Zeit wird auch von den Konflikten zwischen dem ottonischen Reich und slawischen Gruppen berichtet. Die Geschichte war allerdings wesentlich komplizierter als ein einfaches Gegenüber von „Deutschen“ und „Slawen“. Der Grenzraum war geprägt von wechselnden Beziehungen, politischen Bündnissen, Konflikten und gegenseitigen Kontakten.
𝐀𝐮𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐢𝐚𝐧𝐢𝐬𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐢𝐞𝐟 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 ü𝐛𝐞𝐫𝐚𝐥𝐥 𝐠𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡.
Eine Episode aus der Überlieferung Thietmars von Merseburg, zeigt, wie sehr zeitgenössische Autoren selbst die Auseinandersetzungen zwischen christlicher Mission und nichtchristlichen Bevölkerungsgruppen wahrnahmen und kommentierten. Solche Berichte sind wertvoll. Aber auch sie müssen im Zusammenhang ihrer Entstehungszeit gelesen werden. Die Archäologie kann wiederum ergänzen, was die Texte nicht erzählen.
𝐃𝐢𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐁𝐨𝐬𝐨
Eine weitere offene Frage betrifft die ältere Geschichte des Ortes und die Verbindung mit dem Namen Boso. Bereits ältere Forschungen beschäftigten sich mit der Frage, ob der Posaer Berg mit frühen kirchlichen Aktivitäten in Zusammenhang stand. Auch die Existenz einer älteren Kirche auf dem Berg ist Gegenstand der archäologischen Forschung. Frühere Grabungen haben bereits Hinweise auf einen älteren Kirchenbau geliefert. Doch die genaue Verbindung einzelner schriftlich überlieferter Personen mit den archäologischen Befunden lässt sich nicht einfach voraussetzen. Gerade hier ist Zurückhaltung wichtig. Archäologie kann Strukturen datieren. Sie kann Bauphasen unterscheiden. Sie kann Funde analysieren. Aber aus einer Mauer allein lässt sich nicht der Name ihres Erbauers ablesen. Die spannendsten Fragen sind deshalb oft diejenigen, auf die es noch keine endgültige Antwort gibt.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐡𝐞𝐢ß𝐭 𝐏𝐨𝐬𝐚 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐏𝐨𝐬𝐚?
Auch der Ortsname selbst bleibt rätselhaft. Warum wurde aus dem älteren Ortsnamen Zeitz schließlich Posa beziehungsweise Posau? Und wann geschah dieser Wandel? Die Frage ist keineswegs nebensächlich. Denn frühe Urkunden nennen den Ortsnamen Zeitz bereits im 10. Jahrhundert. Daraus ergibt sich die interessante Überlegung, ob der Name zunächst mit dem Berg beziehungsweise der dortigen Anlage verbunden war und erst später auf die Siedlung im heutigen Stadtgebiet überging. Die Sprachgeschichte kann hier möglicherweise weiterhelfen. Doch die endgültige Klärung ist eine Aufgabe für die historische Sprachwissenschaft und nicht allein für die Archäologie. Auch hier zeigt sich deshalb wieder das Zusammenspiel verschiedener Wissenschaften.
𝐄𝐢𝐧 „𝐒𝐜𝐡𝐥𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐏𝐨𝐬𝐚𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐠𝐞𝐬“?
Während der Führung wurde der Grabungsleiter Holger Rode mit Heinrich Schliemann verglichen – natürlich nicht im Sinne einer historischen Gleichsetzung, sondern als Bild für jemanden, der über Jahre eine bestimmte archäologische Spur verfolgt und schließlich auf einen außergewöhnlichen Befund stößt.
Rode kennt den Posaer Berg seit seiner Kindheit. Er hat dort bereits als Kind gespielt. Später kehrte er als Archäologe zurück. Seit Jahren arbeitet er an den Ausgrabungen mit. Das Besondere daran ist die Verbindung von Beruf und persönlichem Engagement. Die Grabungen wurden nicht einfach ausschließlich von einer großen Institution durchgeführt. Ehrenamtliche Helfer, Vereinsmitglieder und Studierende tragen einen erheblichen Teil der Arbeit mit. Gerade diese Verbindung macht die Grabung zu einem außergewöhnlichen Forschungsprojekt.
𝐖𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭 𝐛𝐫𝐚𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧
Archäologie besteht nicht nur aus großen Entdeckungen. Sie besteht aus vielen Stunden mühsamer Arbeit. Erde wird abgetragen. Schichten werden dokumentiert. Jede Fundstelle wird vermessen. Keramik wird gewaschen und sortiert. Steine werden untersucht. Mauern werden vermessen. Befunde werden gezeichnet. Funde werden katalogisiert. Und manchmal liegt am Ende eines langen Grabungstages nur eine kleine Scherbe auf dem Tisch. Doch genau diese Scherbe kann später helfen, einen ganzen Bauabschnitt zu datieren. Auf dem Posaer Berg kommt hinzu, dass Studierende dort praktische Erfahrungen sammeln. Inzwischen findet dort im vierten Jahr in Folge eine sechswöchige Lehrgrabung statt. Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und anderer Universitäten arbeiten gemeinsam mit den Fachleuten vor Ort. Damit ist Posa nicht nur ein Forschungsort. Es ist auch ein Ausbildungsort.
𝐃𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐞𝐢𝐧 𝐚𝐥𝐬 𝐌𝐨𝐭𝐨𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐨𝐫𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠
Eine besondere Rolle spielt der Verein zur Förderung der Archäologie und der historischen Forschung Zeitz e. V. Seit Jahren unterstützt er die Untersuchungen und bringt ehrenamtliches Engagement in die Arbeit ein. Auch die Stadt Zeitz unterstützt die Forschungsgrabung. Ohne dieses Zusammenspiel wäre eine derart kontinuierliche Untersuchung nur schwer vorstellbar. Das Landesamt bringt die fachliche archäologische Kompetenz ein. Die Stadt schafft wichtige Voraussetzungen. Der Verein unterstützt die Grabung organisatorisch und personell. Ehrenamtliche helfen unmittelbar auf der Fläche. Studierende sammeln praktische Erfahrungen. Und Wissenschaftler werten die Befunde aus. So entsteht Schritt für Schritt ein Forschungsprojekt, das weit über eine einzelne Grabungssaison hinausgeht.
𝐕𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐬𝐠𝐫𝐚𝐛𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮𝐦 𝐄𝐫𝐥𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬𝐨𝐫𝐭
Die Forscher denken inzwischen auch darüber nach, wie die Ergebnisse später vermittelt werden können. Denn was soll ein Besucher sehen, wenn von einem Bischofspalast nur noch eine Ausbruchgrube im Boden erhalten ist? Wie kann man verständlich machen, dass unter einer scheinbar unscheinbaren Fläche ein monumentales Gebäude von möglicherweise 30 Metern und mehr Länge lag?
𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐌ö𝐠𝐥𝐢𝐜𝐡𝐤𝐞𝐢𝐭 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐝𝐢𝐠𝐢𝐭𝐚𝐥𝐞 𝐑𝐞𝐤𝐨𝐧𝐬𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧.
Heute lassen sich historische Gebäude virtuell wiedererrichten. Mauern können sichtbar gemacht werden. Bauphasen können übereinandergelegt werden. Historische Landschaften können rekonstruiert werden. Auch der Bischofspalast könnte auf diese Weise wieder vorstellbar werden. Vielleicht wird Otto III. eines Tages virtuell durch eine rekonstruierte Anlage geführt. Vielleicht wird der Besucher sehen können, wie der Posaer Berg um das Jahr 1000 ausgesehen haben könnte. Und vielleicht wird auch das Benediktinerkloster wieder sichtbar werden – nicht als Fantasiegebäude, sondern auf Grundlage der archäologisch nachgewiesenen Befunde.
𝐄𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐫𝐧𝐨𝐫𝐭 𝐟ü𝐫 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳
Eine solche Entwicklung hätte nicht nur touristische Bedeutung. Der Posaer Berg könnte zu einem Lernort für die Geschichte der Stadt werden. Schülerinnen und Schüler könnten hier erfahren, wie aus einer Befestigung ein kirchliches Machtzentrum und später ein Kloster wurde. Sie könnten sehen, wie Archäologen arbeiten. Sie könnten lernen, dass Geschichte nicht nur aus Jahreszahlen besteht. Und sie könnten verstehen, dass die Geschichte ihrer eigenen Stadt wesentlich älter und komplizierter ist, als ein heutiges Stadtbild vermuten lässt. Gerade für Zeitz könnte das von großer Bedeutung sein. Denn der Posaer Berg erzählt eine Geschichte, die unmittelbar mit der Entwicklung der Stadt verbunden ist. Noch längst nicht alles ist ausgegraben Trotz aller bisherigen Erfolge ist der Posaer Berg noch lange nicht erforscht. Im Gegenteil.
𝐉𝐞 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐠𝐞𝐟𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫𝐝, 𝐝𝐞𝐬𝐭𝐨 𝐠𝐫öß𝐞𝐫 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧.
■ Wo endet der Bischofspalast?
■ Wie sah seine vollständige Raumaufteilung aus?
■ Gab es weitere repräsentative Gebäude?
■ Wie genau war die Verbindung zwischen Palast, Kirche und Befestigung?
■ Welche Funktion hatte der mögliche Turm der älteren Burg?
■ Wann genau wurde die Befestigung verändert?
■ Welche Ereignisse führten zur Aufgabe einzelner Bereiche?
■ Wie groß war das Benediktinerkloster tatsächlich?
■ Welche Gebäude gehörten zum zweiten Klosterhof?
■ Wo verlief die Wasserversorgung?
Und wie sah der Posaer Berg aus, bevor das Kloster im 17. Jahrhundert abgebrochen und das Gelände großflächig verändert wurde? Auf manche dieser Fragen werden die kommenden Grabungen Antworten geben. Andere werden möglicherweise noch lange offenbleiben.
𝐄𝐢𝐧 𝐚𝐫𝐜𝐡ä𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐆𝐞𝐝ä𝐜𝐡𝐭𝐧𝐢𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐚𝐝𝐭 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐳
Der Posaer Berg ist damit weit mehr als die Ruine eines ehemaligen Klosters. Er ist ein Archiv, aus Stein, Erde, Keramik, Glas, Holzresten, Mörtel, Schutt und aus den Negativspuren längst verschwundener Mauern.
𝐇𝐢𝐞𝐫 𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧𝐞 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐡𝐮𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭𝐞 ü𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧.
Die spätkarolingische Befestigung, die ottonische Zeit, der Bischofssitz, der monumentale Palast, die Verlegung des Bistums nach Naumburg, die Gründung des Benediktinerklosters, die romanische Bauphase, die gotische Erweiterung, die technische Entwicklung des Klosters, seine wirtschaftlichen Beziehungen und schließlich sein Ende im 17. Jahrhundert. Was dabei besonders fasziniert, ist die Tatsache, dass diese Geschichte nicht abgeschlossen ist. Noch immer wird gegraben, kommen neue Befunde hinzu, müssen alte Vorstellungen korrigiert werden.
𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐬𝐢𝐜𝐡𝐭𝐛𝐚𝐫
Vielleicht liegt darin die eigentliche Bedeutung der Grabungen auf dem Posaer Berg. Archäologie macht Vergangenheit nicht einfach nur sichtbar. Sie zwingt uns manchmal dazu, unsere bisherigen Vorstellungen zu verändern. Jahrelang konnte man den Posaer Berg vor allem als Standort eines mittelalterlichen Klosters betrachten. Heute wissen wir, dass unter und neben diesem Kloster eine viel ältere Geschichte liegt. Eine Befestigung des 9. Jahrhunderts. Ein bedeutender monumentaler Bischofspalast, kirchlicher und politischer Macht, im 10. Jahrhundert.
Technische Anlagen. Wasserleitungen. Heizungen. Repräsentative Architektur. Und schließlich ein Benediktinerkloster, dessen Ausdehnung größer war als bisher angenommen. Die Grabungen machen damit einen Ort sichtbar, der über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu genutzt und neu gestaltet wurde. Der Posaer Berg war kein zufälliger Schauplatz. Er war ein Zentrum.
Und je tiefer die Archäologen graben, desto deutlicher wird, wie viel von dieser Geschichte noch im Boden verborgen liegt. Die aktuellen Untersuchungen sollen auch nach dem Ende der Lehrgrabung im Oktober 2026 fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Erforschung der frühmittelalterlichen Strukturen am Südrand der spätkarolingisch-ottonischen Kernburg. Damit geht die Geschichte des Posaer Berges weiter.
Nicht nur in den Büchern. Sondern direkt unter den Füßen der Menschen, die heute dort stehen. Und vielleicht wird gerade deshalb eines Tages eine Zeit kommen, in der man auf dem Posaer Berg nicht mehr nur Ruinen eines vergangenen Klosters sieht, sondern den gesamten historischen Weg dieses außergewöhnlichen Ortes erkennen kann – von der frühmittelalterlichen Befestigung über die ottonische Bischofspfalz bis hin zum Benediktinerkloster.
𝐃𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐏𝐨𝐬𝐚 𝐢𝐬𝐭 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐳𝐮 𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐞𝐫𝐳ä𝐡𝐥𝐭.
created with KI
-news24aktuell-
Quellen:
- Dr. Holger Rode M. A. Grabungsleiter
- PD Dr. habil. Donat Wehner, Projektleitung, Prähistorische Archäologie und Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
- Landesmuseum für Vorgeschichte -
𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐍𝐞𝐰𝐬 𝐚𝐮𝐟 news24aktuell.de
Zurück